Das Agglomerationsprogramm der 5. Generation (AP5) wurde vom Bund positiv bewertet
Am Freitag hat die Agglomeration Freiburg mit grosser Zufriedenheit die Bewertung ihres Agglomerationsprogramms der 5. Generation (AP5) zur Kenntnis genommen, das im Juni 2025 beim Bund eingereicht worden war. Die in dieser Planung vorgesehenen Verkehrsinfrastrukturen werden zu 35% aus dem Bundesfonds für den Agglomerationsverkehr (FORTA) kofinanziert, was fast 40 Millionen Franken für die Umsetzung von Projekten zwischen 2028 und 2032 entspricht. Das AP5, das aufgrund des Ausmasses der damit ermöglichten Zusammenarbeit besonders ehrgeizig ist, knüpft an die bisherigen Agglomerationsprogramme an und bildet das Referenzdokument für die strategische Raumentwicklung bis zum Jahr 2040.
Ein ehrgeiziges Programm für die gesamte Region
Das Agglomerationsprogramm der 5. Generation (AP5) hat zum Ziel, eine strategische Raumplanung bis zum Jahr 2040 zu erstellen, um die räumliche Entwicklung des Freiburger Kantonszentrums vorwegzunehmen und zu steuern. Es skizziert die Grundzüge der Entwicklung der Region für die kommenden Jahrzehnte in den Bereichen Siedlungsentwicklung, Mobilität, Natur und Landschaft. Das besonders ambitionierte Projekt stellt einen wichtigen Meilenstein dar, da es erstmals 25 Gemeinden aus den Bezirken Saane und Sense zusammenbringt, um gemeinsam ein Agglomerationsprogramm zu erarbeiten. In seiner endgültigen Fassung umfasst das AP5 fast 80 Verkehrsinfrastrukturmassnahmen der Prioritätsstufe A, die für eine Kofinanzierung durch den Bund in Frage kommen.
Der AP5 knüpft an die bisherigen Agglomerationsprogramme an, die insbesondere die Realisierung zahlreicher Verkehrs- und Raumplanungsinfrastrukturen ermöglicht haben, die heute von der Bevölkerung täglich genutzt werden. Eine Auswahl der dank der AP umgesetzten Projekte finden Sie auf der folgenden Website: https://projets.agglo-fr.ch/
35% Bundesmittel zur Kofinanzierung von Schlüsselprojekten
Nach der Bewertung des AP5 können Verkehrsinfrastrukturen der Prioritätsstufe A eine Kofinanzierung aus Bundesmitteln für den Agglomerationsverkehr in Höhe von 35% erhalten. Dieser Kofinanzierungssatz zeugt von der Qualität des dem Bund vorgelegten Projekts, dessen Bewertung auf der Kohärenz und Relevanz aller vorgeschlagenen Massnahmen basiert. Zu den Massnahmen der Priorität A zählen insbesondere die vollständige Dekarbonisierung des öffentlichen Nahverkehrs, der Ausbau eines Velonetzes sowie mehrere Projekte zur Neugestaltung von Ortsdurchfahrten (VALTRALOC), insbesondere in Neyruz, Marly, Grolley und Rossens.
«Dieses Ergebnis ist der Lohn für die mehrjährige Arbeit, die in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden, dem Kanton und zahlreichen Partnern geleistet wurde. Es bestätigt die Relevanz unserer gemeinsamen Vision für die Entwicklung der Agglomeration bis zum Jahr 2040.»
Éliane Dévaud-Sciboz, Präsidentin des Steuerungsausschusses AP5
Nächste Schritte
Nach dieser positiven Bewertung durch den Bund werden die ausgewählten Massnahmen gemäss den jeweiligen Projektzeitplänen weiter geplant und umgesetzt. Die Mittel für die Realisierung der in den Agglomerationsprogrammen vorgesehenen Massnahmen werden voraussichtlich 2027 vom Bundesparlament freigegeben, sodass mit den geplanten Massnahmen zwischen 2028 und 2032 begonnen werden kann.
« Das AP5 zeigt, dass die Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, Urbanisierung und Lebensqualität auf regionaler Ebene angegangen werden müssen. Die Zusammenarbeit mit den 25 beteiligten Gemeinden wird im Rahmen der ARS und gemeinsam mit allen regionalen Partnern fortgesetzt, um die im AP5 vorgesehenen Massnahmen umzusetzen und die koordinierte Entwicklung unseres Gebiets weiter voranzutreiben. »
Lise-Marie Graden, Co-Präsidenten des Steuerungsausschusses AP5
Das AP5 in Zahlen:
- 25 teilnehmende Gemeinden
- 9 strategische Entwicklungsperimeter
- 84 Mobilitätsmassnahmen mit Priorität A
- 35% Mitfinanzierung des Bundes
- 474 Massnahmen insgesamt, davon 336 Massnahmen im Rahmen der Mobilität, 51 Massnahmen im Zusammenhang mit der Siedlungsentwicklung und 87 Massnahmen zum Schutz der Umwelt und der Landschaft
- 100% dekarbonisierte Stadtbusse bis 2032