NATUR IN DER GEMEINDE
Hintergrund
Im Rahmen ihrer Zuständigkeiten setzt die Agglomeration Freiburg eine Natur- und Landschaftsstrategie um, deren Ziel es ist, die Qualität der Freiflächen zu verbessern, die Biodiversität zu stärken und die Anpassung der Umwelt an die Auswirkungen des Klimawandels zu fördern.
Um die Gemeinden bei diesen Bemühungen konkret zu unterstützen, entwickelt die Agglomeration jedes Jahr ein Themen-Kit, das sich einer bestimmten Art von Freifläche widmet. Das erste dieser Instrumente befasst sich mit Pausenplätzen, Schularealen und Spielplätzen, die wahre Orte des Lebens, des Lernens und der Begegnung sind.
Warum mehr Natur in den besiedelten Gebieten?

Mehr Natur in unseren Siedlungsräumen zu schaffen, ist nicht nur eine Frage der Ästhetik: Es ist eine unabdingbare Voraussetzung für Gesundheit, sozialen Zusammenhalt und den Schutz der Umwelt. Die Vorteile sind vielfältig:
- Gesundheitliche und psychologische Vorteile: Grünflächen wirken beruhigend, reduzieren Stress, verbessern die Konzentration und das allgemeine Wohlbefinden der Bevölkerung.
- Pädagogischer Nutzen: Die Natur ist ein lebendiges Lernmedium: Sie regt zur Beobachtung, zum Experimentieren, zum ökologischen Bewusstsein und zum Interesse an wissenschaftlichen Themen.
- Ökologische und klimatische Vorteile: Naturbasierte Gestaltungsmassnahmen fördern die Biodiversität, kühlen Räume, verbessern die Luftqualität und ermöglichen eine bessere Regenwasserbewirtschaftung.
- Soziale und gemeinschaftliche Vorteile: Gemeinsame Grünflächen stärken den Zusammenhalt, das Zugehörigkeitsgefühl, den Gemeinschaftssinn und den Respekt vor dem Leben innerhalb der Schul- und Ortsgemeinschaften
NATUR IN DER GEMEINDE KIT I – OASEN Pausenplätze, Schulareale und Spielplätze
Im Rahmen des Projekts Natur in der Gemeinde, hat die Agglomeration Freiburg für ihre Mitgliedgemeinden das Kit «Oasen-Pausenplätze, Schulareale und Spielplätze» entwickelt.
Dieses Kit soll die qualitative Umgestaltung bestehender Pausenplätze und Schulareale begleiten, um sie zu lebendigen, inklusiven und an die klimatischen Herausforderungen angepassten Räumen zu machen.
Im Konkreten sollen folgende Ziele erreicht werden:
- Unterstützung bei der Diagnose bestehender Räume;
- Bereitstellung von Beispielen für typische Gestaltungslösungen auf der Grundlage naturnaher Lösungen;
- Erläuterung, wie diese Elemente zu einem kohärenten und an den lokalen Kontext angepassten Projekt zusammengefügt werden können;
- Detaillierte Beschreibung der Verfahren und Finanzierungsmöglichkeiten.
Das Kit wurde speziell für den direkten Gebrauch in den Gemeinden entwickelt und ist praktisch, illustriert und konkret.
Es enthält Mustervorlagen für Gestaltungsmassnahmen, die sich an bewährten Lösungen orientieren und Möglichkeiten aufzeigen, wie Natur in Pausenplätzen und Schulareale integriert werden kann.
Dieses erste Kit ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung von Netzwerken öffentlicher Räume, die grüner, resilienter und einladender sind, in der gesamten Agglomeration.


