Naturtafeln

Ausgangslage
Die Sensibilisierungsaktion «Naturtafeln» entstand vor dem Hintergrund, dass biodiversitätsfördernde Massnahmen wie Blumenwiesen, späte Mahd, Feuchtgebiete oder Insektenhotels von der Bevölkerung teilweise als «schlecht gepflegt» wahrgenommen oder durch unangemessenes Verhalten wie das Zertrampeln oder das Wegwerfen von Abfällen (Littering) beeinträchtigt werden. Dabei leisten diese Massnahmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Eine vielfältige Natur trägt zudem dazu bei, öffentliche Räume attraktiver zu gestalten, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels zu erhöhen und die Natur im unmittelbaren Lebensumfeld zu fördern.
Ziele der Aktion
Um diese Massnahmen besser sichtbar zu machen und die Gemeinden bei ihrer Sensibilisierungsarbeit zu unterstützen, hat die Agglomeration Freiburg eine Reihe von Informationstafeln entwickelt, die direkt an den betreffenden Standorten aufgestellt werden. Sie informieren die Bevölkerung über die Funktion dieser ökologischen Aufwertungen und deren Nutzen - sowohl für die Biodiversität als auch für die Lebensqualität.
Die Sensibilisierungsaktion in Kürze

Die Informationstafeln wurden von der Agglomeration Freiburg konzipiert und vom Verein St-Camille hergestellt. Sie wurden den Mitgliedsgemeinden zur Verfügung gestellt, um deren Natur- und Landschaftsprojekte zu begleiten.
Insgesamt wurden rund hundert Tafeln an acht der zehn Mitgliedsgemeinden geliefert. Sie werden in der Nähe biodiversitätsfördernder Massnahmen aufgestellt, informieren die Bevölkerung, machen die vor Ort umgesetzten Projekte sichtbar und fördern das Verständnis für die kommunalen Bestrebungen zugunsten der Biodiversität
Ein Projekt für ein nachhaltigeres Gebiet
Mit dieser Initiative setzt die Agglomeration Freiburg ihr Engagement für ein nachhaltigeres, widerstandsfähigeres und lebenswerteres Gebiet fort. Durch die verstärkte Sensibilisierung für Biodiversitätsprojekte soll das Verständnis für die in den Gemeinden umgesetzten Massnahmen verbessert und die Verbindung zwischen Bevölkerung, öffentlichem Raum und Natur im direkten Lebensumfeld gestärkt werden.
Symbolische Einweihung im Jahr 2026
Am 30. Juni 2026 hat die Agglomeration Freiburg im Park «Vallon de la Sonnaz» in Belfaux symbolisch eine neue Reihe von Informationstafeln zur Sensibilisierung für die Biodiversität eingeweiht. An der Veranstaltung nahmen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie technische Mitarbeitende der Mitgliedsgemeinden der Agglomeration teil. Bei dieser Gelegenheit wurde zudem ein symbolträchtiges Insektenhotel vorgestellt, das von L'Estampille gefertigt wurde. Während eines geführten Rundgangs durch den Park konnten die Teilnehmenden verschiedene ökologische Aufwertungsmassnahmen entdecken.
Der Park «Vallon de la Sonnaz» - ein konkretes Beispiel für biodiversitätsfördernde Gestaltung
Der Park «Vallon de la Sonnaz» ist ein besonders anschauliches Beispiel für die Herausforderungen und Chancen, denen Gemeinden im Bereich Biodiversität und Raumplanung begegnen und die der breiten Öffentlichkeit oft wenig bekannt sind. Das Gebiet wurde kürzlich revitalisiert, um verschiedene ökologische Aufwertungsmassnahmen zugunsten der lokalen Fauna und Flora umzusetzen und gleichzeitig einen attraktiven Erholungsraum für die Bevölkerung zu schaffen. Dazu gehören unter anderem Ast- und Steinhaufen, Baumpflanzungen, Sträucher sowie die Anlage eines Weihers.
Dieses Projekt wurde finanziell von der Agglomeration Freiburg unterstützt, die im Rahmen ihres Engagements für Natur und Landschaft entsprechende Initiativen in den Gemeinden fördert. Das Beispiel des Parks «Vallon de la Sonnaz» zeigt konkret, wie biodiversitätsfördernde Massnahmen sowohl der Natur als auch der Lebensqualität der Bevölkerung zugutekommen können.

